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Brief vom 13. Dezember 2017

Der Parkplatz ein Rechtsauftrag, von dir dann auch bestätigt. Und es gibt einiges Neues.

Auf dem Weg nach Graz zwei rechte Polizisten oder Amerikaner, sie verweisen auf Russland. Verstanden hatte ich es zunächst nicht, erst abends nach einem Blick in Spiegel Online. Sie suchen jetzt ihre Leute, die in der Nacht von Montag auf Dienstag in Mödling eingesammelt worden waren. Auf diplomatischem oder auf offiziellem Dienstweg geht wegen der falschen Dokumente nichts. In solchen Fällen gibt es noch die Möglichkeit, dass Dienste untereinander sich kurzschließen. Aber auch das funktioniert hier nicht, denn von der Bruderschaft lässt sich niemand blicken, sie bleibt im Hintergrund verborgen. Zudem galt bis vor nicht allzu langer Zeit das eherne Dogma der Amerikaner, dass mit der linken Seite grundsätzlich nicht geredet wird.

Dann Spiegel Online heute, darin klärt sich einiges auf.
http://www.spiegel.de/fotostrecke/syrien-russland-will-truppen-abziehen-fotostrecke-156079.html
Die russischen Soldaten stehen in der Ruinenstadt Palmyra, das verweist auf Septimia Zenobia und damit weiter auf dich. Die Abwehrfront gegen deinen Umzug nach Linksland scheint zu bröckeln, zu bemerken ist das an den Mauern im Hintergrund.

Das stete Einsammeln von Rechten und Amerikanern hinterlässt Spuren, wegen des Sexus im Linksland lässt die künstlich hochgehaltene Aufregung nach. Auch die fehlende Kommunikation mit der linken Seite mag keine Sache mehr sein auf Leben und Tod.
Was dann noch übrigbleibt, ist das Ringen um Status BI bzw. Status LL.

Die vier Kernpunkte hier nochmals dargestellt:
• Einsammeln von wichtigen Rechten und von Amerikanern
• Sexus ohne Zustimmung der rechten Seite
• Fehlender Kontakt mit der linken Seite
• Status BI gegen Status LL.
Was aber diese Liste viel interessanter macht ist all das, was hier nicht mehr erwähnt wird. Dazu gehören auch Dinge, die noch vor nicht allzu langer Zeit als heilige Kühe der Rechten gehandelt wurden.

Es lohnt sich übrigens, alle sieben Bilder anzuschauen. Am verblüffendsten ist dabei das fünfte, die Zahlen auf den Seitenrudern der Maschinen. Das Bild an sich scheint aber von der rechten Seite zu stammen, denn es wird auch gleich mit Bomben gedroht. Ausschließen will ich den auf diesem Foto dargestellten Umstand aber auf keinen Fall. Ist dem wirklich so, lassen sich die Russen das sicherlich teuer bezahlen. Oder sie schicken uns im Gegenzug ihre eigenen unerwünschten Rechten zur Einlagerung. Da scheint sich da ein reger Tauschhandel anzubahnen.

Es geht aber im Spiegel Online noch weiter. Unter dem Titel „Zwangskunst im KZ “ wird ein Bild veröffentlicht, das wohl auf eine miserable Unterbringung für Eingesammelte hinweisen soll. Ich habe das Bild im Anhang eingefügt, es kann nicht direkt per Internetadresse aufgerufen werden. Ich gehe davon aus, dass die Abbildung von der rechten Seite eingestellt wurde. Zum Schicksal der Eingesammelten sind zwei Versionen denkbar.

Entweder man behandelt die Gefangenen nach internationalem Kriegsrecht. Denn die US Militärs verweisen gerne auf den einseitig ausgerufenen Kombattanten-Status ihrer eingeborenen Rechten. Dann wird es ihnen nicht überschwänglich gut ergehen, aber man wird mit ihnen korrekt verfahren.

Weitaus düsterer kann sich die Unterbringung gestalten, wenn dabei die illegalen Geheimgefängnisse der CIA in diversen Ländern zugrunde gelegt werden. Auch die US Militärs im Irak zum Beispiel waren mit solchen unguten Einrichtungen aufgeflogen. Wenn sich die linke Seite nach diesen Institutionen richtet, dann haben die Gefangen kein leichtes Leben. Man wird zwar nicht foltern und töten, einen Erholungsurlaub aber wird man den Insassen auch nicht bescheren. Da verwundert es nicht, dass die Amerikaner wegen ihrer Eingesammelten aus Mödling schwer in Sorge sind.

Diese Sorgen halten die Amerikaner natürlich nicht davon ab, Druck zu generieren. Während der Rückfahrt setzt sich auf der Mittelplattform eine getarnte Amerikanerin mir gegenüber. Sie trägt ein auffallend hellrotes Kleidungsstück und sie telefoniert, noch denke ich mir nichts dabei.

In Studenzen-Fladnitz plötzlich fängt an der Tür des Wagens ein junge Schülerin an zu schreien, offenbar war sie in Panik geraten. Denn ihre Freundin hatte den Wagen verlassen und war nicht bereit, wieder einzusteigen. Der Lokführer vorne beobachtete das wohl über die Kamera, schloss und öffnete die Tür noch zwei- oder dreimal, aber die junge Dame blieb eisern draußen am Bahnsteig stehen.
Inzwischen begann vom Wageninnern aus ein Fahrgast, ein junger Mann, die Kinder anzuschreien. Sie sollen ruhig draußen bleiben, man möchte doch endlich weiterfahren. So war es dann auch geschehen, das zweite Mädchen blieb auf dem Bahnsteig zurück.

Nun wirkt dieser Bahnhof zwischen den Zughalten ziemlich verlassen und den besten Ruf genießt die Umgebung des Bahnhofs auch nicht. Meine Tochter hätte ich dort auch nicht unbedingt zurücklassen wollen. In Feldbach fragte ich dann beim Aussteigen die im Wagen Verbliebene. Inzwischen hatten sich die Mädchen per Handy wieder verständigt. Sie erzählte mir, immer noch sichtlich erschrocken, dass die Zurückgebliebene von ihrem Vater abgeholt wird.

Der Quaker im Zug bekam sofort massive Schmerzen, er drehte und krümmte sich. Auf dem Weg durch Feldbach mit dem Bus kamen uns zuerst ein Notarztwagen und dann ein Krankenwagen entgegen. Die Sicherheit hatte dem Amerikaner, der dieses Schauspiel als Drohung angeordnet hatte, brüllende Nierenschmerzen verpasst. Die waren wohl ohne ärztliche Hilfe nicht mehr auszuhalten.

Als die ganze Aufregung vorbei war, fiel mir wieder die Amerikanerin ein, im Zug, auf der Plattform gegenüber. Auch sie wird in der kommenden Nacht einiges ertragen müssen.

Küsschen

Quelle: SPIEGEL ONLINE vom 12. Dezember 2017 unter der Rubrik „EINESTAGES – Zwangskunst im KZ“.

SpiegelOnline-20171212

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