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Brief vom 27. April 2017

Der Parkplatz, in Summe wohl eine Rechtsveranstaltung. Ich weiß nun nicht, ob du das morgens schon sehen konntest. Nachdem ich mich dazugestellt hatte war die Reihenfolge von links nach rechts: a. Wagen in orange, Bug zum Bahnsteig b. mein Wagen in hellblau c. dein Wagen in schwarz d. Wagen in knallrot, Bug ebenfalls zum Bahnsteig. Man könnte es als beginnendes Rückzugssignal auslegen oder es geht um die beliebten Schuldzuweisungen.

Ich war mir im Zug nicht ganz sicher, reagiert hast du erst, nachdem ich auf der Plattform schon Platz genommen hatte und von dort aus war deine Geste dann nicht mehr so richtig erkennbar. Spielte aber auch keine große Rolle, einiges habe ich wieder mitbekommen. Fortschritte gab es auch, Botticelli war erschienen und stieg in Takern kreuzunglücklich aus. Und die Amerikanerin in der Mittelgruppe, gehört wohl zu Salzburg (Army). Ich dachte zunächst, sie sei nur eine Geisel, sie soll jedoch deine Freigabe von amerikanischer Seite her durchführen.
Beide haben sich nicht gerührt, den Blicken nach hat mir die Army-Vertreterin Pest, Cholera und Typhus gleichzeitig an den Hals gewünscht, aber damit hätten wir alle beieinander. Die Nacht wird heftig werden, ich weiß nun nicht genau, in welchem Umfang es dich erwischen wird.

Wir setzen am Dienstag fort, um 17:08. Ich werde mich einfach zu dir setzen, wie es der junge Mann vorgeführt hat. Ich habe nur die Bitte, dass du dich rührst, wenn du schon den Rechtsauftrag mitbringen solltest, in diesem Falle aufzustehen und den Platz zu wechseln. Das ist zu vermeiden, denn es macht die Sicherheit granatensauer, das dürftest du dann lang und breit ausbaden.

Mit dem Ausflug, das ist so eine Sache. Schlage ich Zeitpunkt und Ort vor, darfst du garantiert nicht auftauchen. Überlasse ich das dir, wird die rechte Seite für dich den Ablauf minutiös durchplanen. Wahrscheinlich schreiben sie dir dann auch vor, in welchem Sekundenintervall du atmen sollst. Eine Veranstaltung ist von rechter Seite her verständlich, viele Leute, wir würden in der Masse untergehen. Und sie werden darin eine Möglichkeit sehen, mit mir unauffällig zu reden, das stetige Verschwinden ihrer Kumpels wird ihnen immer unheimlicher. Als Erstes würden sie dich vorher wegjagen (schon mitgemacht), um dann Kontakt aufzunehmen. Wird aber auch nicht funktionieren, die linke Seite wird das rigoros verhindern wollen. Und wie sie mich dann dazu bringen, dass ich den Mund aufmache, da wäre ich echt neugierig.
Schaut man sich das so an, votiere ich für das Caféhaus in Feldbach in der Bürgergasse, zumindest für die ersten Ausflüge. Geht es dort schief, haben wir beide es nicht weit nach Hause. Sicher ist nur eines: Die Ausflüge werden kommen.

Ansonsten waren jede Menge Rechtsaufträge dabei, ich wagte es kaum, dich zu stören, damit du mit deinem auferlegten Programm auch durchkommst. HHM hat sich auch nicht groß gerührt, ich denke, er hat inzwischen ganz andere Sorgen.

Pummel, es wird sich jetzt zeigen, ob wir beide den vor uns liegenden Wasserfall mit Auslieferung und Freigabe übertauchen können. Einfach wird es nicht werden, aber durchkommen werden wir nur, wenn wir beide Klasse vorweisen, das wird schon allerhand Nerven kosten. Eines allerdings schlage ich schon jetzt vor. Wenn einer von uns beiden auf einer emotionalen Bananenschale ausrutscht, gibt der andere Generalpardon. Und zu Ausrutschern wird es bei uns beiden kommen, der eigentliche Sturm schiebt sich erst allmählich über den Horizont.

Was soll ich dir nun wünschen, eine einigermaßen erträgliche Nacht, vielleicht bekommst du trotzdem ein wenig Schlaf…

Küsschen

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